Freitag, 4. September 2020, 20.00 Uhr; club w71, Weikersheim
Dokumentarfilm: „I Am Not Your Negro“
ein Film von Raoul Peck (Regie), James Baldwin (Buch)
dt. Synchronfassung; FSK 12 (Filmdienst: „Sehenswert ab 16“)

Der Film ist aus dem Jahr 2016, er wirkt aber wie der Film zur Stunde: nach dem Tod von George Floyd und den Demonstrationen der Black Lives Matter-Bewegung bietet „I Am Not Your Negro“ eine geballte, furios bebilderte Bestandsaufnahme der Geschichte der Afroamerikaner.

Der Film von Raoul Peck, von dem wir im club w71 bereits den Film „Lumumba“ gezeigt hatten, geht auf ein Buchfragment des Schriftstellers James Baldwin (1924-1987) zurück, in dem sich dieser an drei seiner Freunde erinnert, die großen Bürgerrechtler Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King, die alle drei umgebracht wurden. „I Am Not Your Negro“ schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte. Baldwins Worte – deutsch eingesprochen übrigens von Samy Deluxe - ertönen über Archivfotos, Filmausschnitte und Nachrichten-Clips der 1950er und 60er Jahre, die noch von Rassentrennung und einer beinah vollkommenen Unsichtbarkeit der Schwarzen in Hollywood geprägt waren; sie erzählen von der Formierung der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. In einer kühnen Erweiterung des literarischen Texts spannt der Film den Bogen bis in die Jetztzeit: zur weißen Polizeigewalt gegen Schwarze, den Rassenunruhen von Ferguson und Dallas und der Black-Lives-Matter-Bewegung.
Unbedingt sehenswert!

Aus gegebenen Gründen bitten wir um Reservierung per Mail an noba@gmx.de

Pressestimmen

„Ein Dokumentarfilm, der das Leben verändert!“
(Die Zeit)

„Einer der besten Filme, die jemals über die Zeit der Bürgerrechtsbewegungen gedreht wurden!“
(The Guardian)

„Ein Meisterwerk des politischen Kinos!“
(Rolling Stone)

„Ein faszinierender Dokumentarfilm, in dem man mehr über amerikanische Geschichte lernt als in jedem Geschichtsbuch.“
(Titel, Thesen, Temperamente)

Der Film erhielt 12 internationale Auszeichnungen!

USA/Frankreich/Belgien/Schweiz 2016, 93 Minuten,
deutsche Synchronfassung, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK 12

„Essayistischer Dokumentarfilm über ein nachgelassenes Manuskript des afro-amerikanischen Schriftstellers James Baldwin (1924-1987), in dem er sich mit der Geschichte des Rassismus in den USA beschäftigt und sich an die Bürgerrechtler Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King erinnert. Der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck gibt Baldwins Fragment eine filmische Form, indem er den Text mit Archivaufnahmen, Interviews und Fotos aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegung, aber auch mit Bildern jüngerer Ereignisse unterlegt. Dabei verdichten sich die historischen Perspektiven zu einer erschütternden Gegenwartsdiagnose über weißen Wahn und Überlegenheitsfantasien. - Sehenswert ab 16.“ (Filmdienst)

Als der afroamerikanische Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterließ er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien dreier enger Freunde werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei großen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA.

„I Am Not Your Negro“ schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte. Baldwins Worte ertönen über Archivfotos, Filmausschnitte und Nachrichten-Clips der 1950er und 60er Jahre, die noch von Rassentrennung und einer beinah vollkommenen Unsichtbarkeit der Schwarzen in Hollywood geprägt waren; sie erzählen von der Formierung der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und Baldwins kompliziertem Verhältnis zum Black-Power-Movement. In einer kühnen Erweiterung des literarischen Texts spannt der Film den Bogen bis in die Jetztzeit: zur noch heute gegenwärtigen weißen Polizeigewalt gegen Schwarze, den Rassenunruhen von Ferguson und Dallas und der Black-Lives-Matter-Bewegung.

In einem hochpolitischen Prozess der Aneignung schreibt „I Am Not Your Negro“ damit die US-Geschichte aus einer bis heute unterdrückten Perspektive neu. Der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck („Lumumba“, 1992/2000; „Der Mann auf dem Quai“, 1993; „Der junge Karl Marx“, 2017) wurde für seinen mitreißenden Dokumentarfilm-Essay auf der Berlinale 2017 mit dem Panorama-Publikums-Preis ausgezeichnet und für den Oscar nominiert.

http://salzgeber.de/notyournegro
https://www.epd-film.de/filmkritiken/i-am-not-your-negro


Hinweise zur Organisation und zum Ablauf der Filmvorführungen im club w71

Liebe Filmfreunde,

endlich soll es also wieder Filme im club w71 geben. Wie überall sonst gibt es vorübergehend einige wichtige Änderungen für euren Besuch:

Es besteht bis auf weiteres Reservierungspflicht. Dies hängt damit zusammen, dass wir aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände nur über eine sehr eingeschränkte Platzkapazität verfügen. Bitte reserviert durch eine kurze Mail an Norbert Bach: noba@gmx.de
Wir werden versuchen alle Mails kurz zu bestätigen und zu melden, falls Vorführungen bereits ausgebucht sind. Wir bitten bei der Antwort um etwas Geduld, da es sich hier um kein automatisiertes System handelt.

Beim Betreten des club w71 muss aufgrund der beengten Verhältnisse im Eingang und an der Theke ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden; am Platz darf dieser dann abgenommen werden. Es findet derzeit lediglich ein Verkauf von Getränken in Flaschen statt. Der club w71 ist jeweils 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung geöffnet.

Für die Kinderfilme gilt: kein Verkauf (Kinder können sich selbst Getränke mitbringen) und keine Pause während dem Film.

Wichtig: niemand weiß, wie es mit Corona weitergeht. Wir behalten uns vor, bei evtl. Verschlechterung der Lage angekündigte Veranstaltungen wieder abzusagen. (Bitte auf entsprechende Hinweise auf unserer Homepage achten!)

Sobald wir wieder flexibler werden können werden wir dies umgehend auf unserer Homepage und im Newsletter mitteilen. Wer unseren regelmäßigen Film-Newsletter erhalten möchte: bitte ebenfalls kurze Mail an noba@gmx.de